Samuel-von-Pufendorf Gymnasium

Hier kannst du die Abirede von Julia Griebenow und Steven Lange nachlesen.

    
 
Abriss
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Abirede
Abi-Lied 2003
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25.11.2017
04:56 Uhr

Die Abirede

Unsere Abirede wurde von Julia Griebenow und Steven Lange gehalten. Hier kannst du sie noch einmal nachlesen.

Die Redner: Julia Griebenow und Steven Lange Einleitung
Mein sehr verehrtes, voller Erwartung gespanntes Publikum, vielleicht eine kurze Warnung vorab:
Diese Rede wird weder das Potential entfalten Ihr Leben, noch Ihre politische Gesinnung zu verändern. Um Gottes Willen!
Diese Rede wird Sie auch nicht am Schopfe packen und zwingen ab heute alles anders zu tun. Welche Anmaßung!
Nein im Gegenteil, diese mündliche Lektüre wird der letzte Versuch sein dem kommenden Ernst des Lebens mit mehr Humor entgegenzuschreiten.
Der Anspruchsuchende unter uns sollte jetzt allerdings nicht den Fehler begehen und diesen Humor als stupide betrachten.
In diesem Sinne: Zurücklehnen, genießen und vergessen.

Die Rede
Julia: Nachdem wir uns hier versammelt haben, liebe Abiturienten, liebe Lehrer, liebe Eltern und Großeltern, möchten wir zunächst etwas fallen lassen,
Steven: und zwar die Bemerkung, dass es leichter ist, den Mund zu halten als eine Rede,
Julia: aber es wandelt die Lust an, Ihnen recht herzlich dafür zu danken, dass Sie sich hier teils nieder-, teils herabgelassen haben,
Steven: um das gelassen an sich vorüberziehen zu lassen, was wir hier oben vom Stapel lassen ...
Julia: Wir können es ja auch lassen, nicht? Aber lassen wir das.
Steven: Lassen Sie uns den Abend genießen, Genossen ... nee, halt, das stimmt nicht: genießen, Komma, genossen wir doch selten einen so schönen.
Julia: Und, weil in einen schönen Abend auch schöne Menschen gehören, dieserhalb und desterwegen haben wir Sie hierher gebeten.
Steven: Ja da fang ich gleich mal an: Also ich war in diesem Jahr, das sehen Sie an meinem Teint, ich war im Süden, ich war in Süd-Lappland: Das ist 'ne billige Gegend, also die Körperpflege kostet da gar nichts, da braucht man nur Seife;
Julia: Ja ja Steven, Lappen gibt's ja da genug. Ist klar. Aber Dir ist schon bewusst, dass wir hier eine besondere Rede halten wollen.
Steven: Auch ja, ich weiß gar nicht, ob Sie's schon wussten, wir haben jetzt Abitur und da kam uns der Gedanke, erzählen wir doch mal was drüber.
Julia: Ich denke Steven wir sollten hier ganz philosophisch einsteigen. Wie wäre es mit etwas Altem?
Steven: Mit was Altem Julia?
Julia: Ja mit was Altem Steven!
Steven: Mit dem alten Busch am besten, der Erfinder der gleichnamigen Straße hat nämlich ein Gedicht entworfen. Julia zeig mal was Du gelernt hast, das hast Du doch, oder?
Julia: Na mal überlegen - Angefangen hat alles mit dem Satz: Wenn einer, der mit Mühe kaum, gestiegen ist auf einen Baum, schon meint, dass er ein Vöglein wär', so irrt sich der.
Steven: Wahnsinn, wie mich da die Muse der Erkenntnis küsst.
Julia: Frau Lindner würde hier banal mit dem Wissen um das Nichtwissen einsteigen.
Steven: Hab nun ach, Leistungskurs Mathematik, Literatur und Physik studiert und nun steh ich hier ich armer Thor und bin so klug als wie zuvor.
Julia: Würde die Frau Wolf hinzufügen.
Steven: Frau Wolf würde uns auch erzählen, wie man eigentlich eine Rede schreibt.
Julia: Ach ja! Zunächst das Leitmotiv!? Schlag mal eins vor!
Steven: Wie wärs mit unsrer Schulzeit, die erste Sinfonie?
Julia: Steven ich bin begeistert.
Steven: Lass uns an dieser Stelle mal ernst werden und diese göttliche Verbindung aufarbeiten, denn hier soll es Lehrer geben, die nach Anspruch fragen.
Julia: So soll es denn sein! Lass uns beginnen.
Steven: Der Moment, in dem Die die Mama diese unglaubliche, Deine Körpergröße um mindestens das Doppelte übertreffende Tüte in die Hand drückt,
Julia: ist wie der erste Paukenschlag der hiermit beginnenden Sinfonie.
Steven: Natürlich sind zunächst die Grundakkorde von Nöten,
Julia: die man mit dem Lesen- und Schreibenlernen ins Verhältnis setzen könnte.
Steven: An dieser Stelle könnte man den Grundstein als gelegt betrachten.
Julia: Kommen wir nun zur eigentlichen Komposition.
Steven: Meine Damen und Herren, bevor Sie hier vor Spannung das Sitzpolster anfressen und dann feststellen, dass es mehr am Hunger als an der unerträglichen Spannung liegt, fahren wir nun mit mehr Tempo durch die tiefenpsychologischen Angelegenheiten.
Julia: Steven, ich frage mich gerade, ob diese komplexe Analyse überhaupt irgend jemanden hier interessiert? Lass uns an dieser Stelle den roten Faden nicht verlieren und zurück zum Thema kommen. Wo waren wir?
Steven: Bei der eigentlichen Komposition.
Julia: Das wäre in diesem Falle der individuelle Weg sich des eigenen Verstandes zu bedienen.
Steven: Sicherlich wird es viele Kompositionen geben, die mit ihrer Uraufführung nicht den weltruhm erlangen, der ihnen durch eventuellen Applaus versprochen wurde.
Julia: Unabhängig von mangelhafter und sehr guter Komposition ist Erfolg letztlich immer vom individuellen Publikum abhängig.
Steven: Wir erinnern uns an Einsteins fünf in Mathe.
Julia: Liebe Frau Wolf, an Ihrem Strahlen ist zu erkennen, dass wir die lyrische Ader aller Deutschlehrer mit diesem tiefsinnigen Ansatz mit Sicherheit getroffen haben.
Steven: Aber Hallo!! Wir dürfen an dieser Stelle einfach nicht außer Acht lassen, dass die anderen 98 Prozent dann doch mehr nach Unterhaltung trachten.
Julia: Bevor wir zu diesem Zwecke an den Beginn unserer Rede zurückkehren und die Gedanken des deutschen Schriftstellers W. Busch wieder aufnehmen
Steven: möchten wir im Folgenden den Auftritt nutzen und dieser kleinen Ansprache den vielleicht einzigen Sinn verleihen: Danke zu sagen.
Julia: Der größte Dank gilt umunstritten unseren lieben Eltern, die durch ihre Aufopferung uns auf dem langen Weg zum Abitur begleitet und unterstützt haben. Wir alle sind heute gemeinsam hier, um die Früchte dieser 12-jährigen Schulzeit zu ernten, die, liebe Eltern, dank euerer Geduld und eueres Verständnisses reifen konnten.
Steven: Natürlich muss an dieser Stelle auch das Lehrerkollegium erwähnt werden. Vielen Dank an alle Tutoren und Fachlehrer, die mehr oder minder auf unseren Vorteil bedacht und um uns bemüht waren.
Julia: Wir haben uns auch bemüht, wahrlich! Doch machen wir den Fehler nicht und bewerten den erklommenen Baum als das Größte.
Steven: Der Laubfrosch, der im Lied auf den Baum geklettert ist, hält sich für den größten und quakt dem davon flatternden Vogel folgendes zu:

"Was?", ruft der Frosch, "Das kann ich auch!"
Macht einen ungeschickten Satz,
Fällt auf den harten Gartenplatz,
Ist platt, wie man den Kuchen backt,
Und hat für ewig ausgequakt.
Julia / Steven: Dumm gelaufen, oder? Wenn einer, der mit Mühe kaum, gestiegen ist auf einen Baum, schon meint, dass er ein Vogel wär', so irrt sich der!
 

Unsere Abirede! Hier kannst du sie nachlesen.

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